KI-Anwendungen

Du hast etwas mit KI gebaut? Zeig es her.

webflashers.at — Zeig, was du gebaut hast. Aufruf zum Einreichen von KI-Anwendungen.

Über KI wird geredet wie über kaum etwas sonst. Gezeigt wird erstaunlich wenig. Konferenzvorträge über das, was demnächst möglich sein wird. Beiträge darüber, wie man richtig fragt. Ankündigungen, Absichtserklärungen, Einschätzungen. Was fehlt, sind Dinge, die laufen.

Genau die suchen wir. Wenn du etwas gebaut hast — ein Werkzeug für deinen Betrieb, eine Automatisierung, die dir jede Woche Stunden spart, ein Wochenendprojekt, das einfach funktioniert — dann zeig es uns. Wir sehen es uns an, ordnen es ein und stellen es hier vor.

Was wir suchen

Die Größe ist egal, die Branche auch. Entscheidend ist nur eines: Es muss laufen.

  • Ein Agent, der bei dir im Betrieb eine Aufgabe übernommen hat
  • Ein Skript, das eine lästige Arbeit erledigt, die vorher jemand von Hand gemacht hat
  • Eine Auswertung, die dir eine Entscheidung abnimmt
  • Ein Spiel, ein Werkzeug, eine Spielerei — wenn sie etwas zeigt, zählt sie
  • Auch das, was gescheitert ist. Ein ehrlicher Bericht darüber, warum es nicht funktioniert hat, ist mehr wert als der zehnte Erfolgsbericht

Was wir nicht suchen: Konzepte, Mockups, Landingpages für etwas, das es noch nicht gibt, und Ankündigungen mit Warteliste. Davon ist genug da.

Woran wir es messen

Die Kriterien stehen vorher fest und gelten für alle gleich — auch für das, was wir selbst bauen. Fünf Fragen:

  1. Läuft es? Kann man es ausprobieren oder bekommen wir es vorgeführt — reproduzierbar, nicht als einmaliger Glücksfall.
  2. Welche Aufgabe löst es? Nicht was es kann, sondern was vorher gedauert hat und jetzt nicht mehr.
  3. Was hat es gekostet? Zeit für den Bau, laufende Kosten. Eine Anwendung, die vier Monate gebraucht hat, um zehn Minuten im Monat zu sparen, ist eine ehrliche Antwort wert.
  4. Kann es jemand nachbauen? Nicht Quelltext, sondern Nachvollziehbarkeit: Welches Modell, welcher Weg, welche Stolpersteine.
  5. Wo sind die Grenzen? Wer sie selbst benennt, kommt bei uns besser weg als wer sie verschweigt.

Was du davon hast

  • Einen eigenen Beitrag mit deinem Namen und deinem Link — hier und auf X
  • Eine ehrliche Einordnung von jemandem, der selbst baut und nicht nur bewertet
  • Rückmeldung aus der Community, auch die unbequeme

Und was du nicht bekommst: eine Garantie, dass die Einordnung durchweg freundlich ausfällt. Wenn wir eine Schwäche sehen, steht sie im Beitrag. Wer damit nicht leben kann, reicht besser nicht ein — das ist keine Drohung, sondern die Bedingung, unter der so eine Vorstellung überhaupt etwas wert ist.

Was es kostet

Nichts. Und man kann sich auch nicht einkaufen.

  • Kein Bezahlplatz. Eine Vorstellung ist nicht käuflich, weder mit Geld noch mit einer Gegenleistung.
  • Keine Bevorzugung von Anbietern, mit denen wir sonst zu tun haben.
  • Dein Code bleibt deiner. Wir brauchen ihn nicht und wollen ihn nicht. Eine Vorführung reicht.
  • Nichts geht ohne deine Freigabe online. Du liest den Beitrag vor der Veröffentlichung. Sachliche Fehler korrigieren wir; die Einschätzung bleibt unsere.

Den Anfang macht ein Murmelspiel

Damit klar ist, was gemeint ist, haben wir mit uns selbst angefangen: Die Murmel-Liga Österreich ist eine Physiksimulation mit Tippsystem, Ligaspieltagen und Europacup-Qualifikation — gebaut mit Claude Code, ohne Entwicklerstudio, an überschaubar vielen Abenden.

Es ist kein wichtiges Programm. Genau deshalb taugt es als Beispiel: Man sieht auf einen Blick, ob es funktioniert, und man kann es selbst anfassen, statt es geschildert zu bekommen. Nach denselben fünf Fragen wird auch das bewertet, was du einreichst.

Warum ausgerechnet hier

webflashers.at ist keine Domain, die letztes Jahr für eine KI-Welle registriert wurde. Sie ist seit 2003 in unserer Hand — die älteste Aufnahme im Internet Archive stammt vom 24. Jänner 2003. Mehr als 23 Jahre also, in denen einiges vorbeigezogen ist: das Web, das erst laufen lernte, mobile Geräte, die alles umgeworfen haben, die Cloud.

Jeder dieser Umbrüche lief nach demselben Muster ab. Zuerst reden alle darüber. Dann bauen ein paar wenige etwas. Und erst danach zeigt sich, was davon bleibt. Bei künstlicher Intelligenz stehen wir gerade zwischen dem ersten und dem zweiten Schritt — und wir hätten gern mehr vom zweiten.


So reichst du ein

Eine formlose E-Mail genügt. Damit wir gleich etwas damit anfangen können, sollten fünf Dinge drinstehen:

  • Was es macht — zwei Sätze reichen
  • Welche Aufgabe es dir abnimmt und wie lange die vorher gedauert hat
  • Womit es gebaut ist — Modell, Werkzeuge, ungefährer Aufwand
  • Wie wir es sehen können — Link, Aufnahme oder ein Termin für eine Vorführung
  • Was es nicht kann — der Punkt, an dem sich die ernsthaften Einreichungen zeigen

Betreff: KI-Anwendung. Wir melden uns — auch dann, wenn es nicht passt, und dann mit einer Begründung.

Anwendung einreichen

Du kennst jemanden, der etwas gebaut hat und zu bescheiden ist, es herzuzeigen? Schick uns den Hinweis. Wir fragen selbst nach.

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